+2006-11-14 Di 22:14

Jetzt ist es doch passiert

Gestern haben wir geschrieben "Mal schaun, was heute Nacht passiert", und tja, es hat uns leider wieder erwischt, aber diesmal die Kids im Gesicht - trotz mehrmaligen Einschmierens.



Auf Andys Fuß kam vielleicht noch der ein oder andere Stich dazu, aber viel Platz war da ja eh nicht mehr (c:

Hier der Vollständigkeit halber auch noch ein Foto:



Heidi blieb (bisher) verschont. Das ist nur gerecht, weil sonst sie immer alles abkriegt.

Ansonsten gibt es von heute nur zu berichten, dass wir auf viel zu schnelle Art Geld losgeworden sind. Wir dachten, wir kennen uns inzwischen gut genug aus, wie der Hase läuft in Peru, aber dieser Trick war uns neu: Beim Geldwechseln (US Dollar in peruanische Soles) hat der Wechsler doch glatt einen manipulierten Taschenrechner gehabt. So hat er für uns Folgendes ausgerechnet:

300 * 3,22 = 823

Vor lauter Konzentrieren darauf, dass die Scheine echt sind und dass wir uns nicht verzählen, haben wir nicht im Kopf nachgerechnet (was ja nun wirklich nicht so schwer gewesen wäre!). Ausserdem hat uns der Typ noch ganz geschickt abgelenkt, indem er uns weiß machen wollte, dass einer der Dollarscheine "zu hell" wäre. All das kam uns zwar schon sehr seltsam und verdächtig vor, aber wir sind einfach nicht draufgekommen, WO der Haken war. Erst dann 20min später beim Mittagessen. Dann war es natürlich schon zu spät. Wir könnten uns so in den Hintern beissen! Die liebe Gaby wollte uns abends noch helfen, zusammen mit einem befreundeten Polizisten des Taxifahrers, aber der Wechsler war schon nicht mehr da, wahrscheinlich beim Feiern. Er hätte es aber sowieso standhaft geleugnet und 100%ig an das Gesicht erinnern können wir uns natürlich auch nicht mehr. Also futsch! Die 140 Soles (ca. 35 Euro) müssen wir in den nächsten Tagen wieder einsparen. Am besten an Marcos Windeln. :-) Unser einziger Trost ist, dass wir nicht die einzigen sind. Inzwischen haben von 3 weiteren Opfern dieses Tricks erfahren, darunter sogar 2 Einheimische. Tja, eigentlich wissen wir ja alle, dass man nicht auf der Straße Geld wechseln sollte, aber ...

Francisco geht es inzwischen schon viel besser. Der Durchfall ist zwar unverändert, aber er ist fieberfrei, nicht mehr so schlapp und auch wieder gut drauf wie eh und je. Marco ist (noch) gesund, aber er hat immer wieder eine andere Art von Durchhängern. Er hat wirklich einen ziemlichen Dickkopf, weint sofort, wenn wir schimpfen, lässt sich von Francisco nur ganz selten mal streicheln und hasst nach wie vor den äusserlichen Kontakt von Wasser (die Nachbarn denken sicher, wir misshandeln unser Kind). Aber er isst inzwischen besser, trinkt viel (kein Wunder bei der Hitze hier! Er ist ja viel kühlere Temperaturen gewöhnt, der Arme), lässt sich gerne kitzeln und lacht dann total nett und hat auch ab und zu mal eine Kuschelphase.

Morgen fahren wir mit Gaby in ein Fischerdorf ("La Tortuga") an der Küste, aber zum Baden ist's hier leider zu kühl.

Posted by Andy Spiegl | Permanent Link | Categories: Adoption

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