Jetzt ist es doch passiert
Gestern haben wir geschrieben "Mal schaun, was heute Nacht
passiert", und tja, es hat uns leider wieder erwischt, aber diesmal
die Kids im Gesicht - trotz mehrmaligen Einschmierens.
Auf Andys Fuß kam vielleicht noch der ein oder andere Stich
dazu, aber viel Platz war da ja eh nicht mehr (c:
Hier der Vollständigkeit halber auch noch ein Foto:
Heidi blieb (bisher) verschont. Das ist nur gerecht, weil sonst sie
immer alles abkriegt.
Ansonsten gibt es von heute nur zu berichten, dass wir auf viel zu
schnelle Art Geld losgeworden sind. Wir dachten, wir kennen uns
inzwischen gut genug aus, wie der Hase läuft in Peru, aber
dieser Trick war uns neu: Beim Geldwechseln (US Dollar in
peruanische Soles) hat der Wechsler doch glatt einen manipulierten
Taschenrechner gehabt. So hat er für uns Folgendes
ausgerechnet:
300 * 3,22 = 823
Vor lauter Konzentrieren darauf, dass die Scheine echt sind und
dass wir uns nicht verzählen, haben wir nicht im Kopf
nachgerechnet (was ja nun wirklich nicht so schwer gewesen
wäre!). Ausserdem hat uns der Typ noch ganz geschickt
abgelenkt, indem er uns weiß machen wollte, dass einer der
Dollarscheine "zu hell" wäre. All das kam uns zwar schon sehr
seltsam und verdächtig vor, aber wir sind einfach nicht
draufgekommen, WO der Haken war. Erst dann 20min später beim
Mittagessen. Dann war es natürlich schon zu spät. Wir
könnten uns so in den Hintern beissen! Die liebe Gaby wollte
uns abends noch helfen, zusammen mit einem befreundeten Polizisten
des Taxifahrers, aber der Wechsler war schon nicht mehr da,
wahrscheinlich beim Feiern. Er hätte es aber sowieso standhaft
geleugnet und 100%ig an das Gesicht erinnern können wir uns
natürlich auch nicht mehr. Also futsch! Die 140 Soles (ca. 35
Euro) müssen wir in den nächsten Tagen wieder einsparen.
Am besten an Marcos Windeln.

Unser
einziger Trost ist, dass wir nicht die einzigen sind. Inzwischen
haben von 3 weiteren Opfern dieses Tricks erfahren, darunter sogar
2 Einheimische. Tja, eigentlich wissen wir ja alle, dass man nicht
auf der Straße Geld wechseln sollte, aber ...
Francisco geht es inzwischen schon viel besser. Der Durchfall ist
zwar unverändert, aber er ist fieberfrei, nicht mehr so
schlapp und auch wieder gut drauf wie eh und je. Marco ist (noch)
gesund, aber er hat immer wieder eine andere Art von
Durchhängern. Er hat wirklich einen ziemlichen Dickkopf, weint
sofort, wenn wir schimpfen, lässt sich von Francisco nur ganz
selten mal streicheln und hasst nach wie vor den äusserlichen
Kontakt von Wasser (die Nachbarn denken sicher, wir misshandeln
unser Kind). Aber er isst inzwischen besser, trinkt viel (kein
Wunder bei der Hitze hier! Er ist ja viel kühlere Temperaturen
gewöhnt, der Arme), lässt sich gerne kitzeln und lacht
dann total nett und hat auch ab und zu mal eine Kuschelphase.
Morgen fahren wir mit Gaby in ein Fischerdorf ("La Tortuga") an der
Küste, aber zum Baden ist's hier leider zu kühl.