in Chiclayo
Gestern sind wir wieder in Chiclayo angekommen. Der Strandurlaub in
Máncora war sehr erholsam. Das Hotel können wir zwar
nicht unbedingt weiterempfehlen (es wäre wunderschön,
wenn das Personal etwas motivierter wäre), aber der Strand ist
super und die kleine Stadt ist auch sehr nett. Für
Wellenreiter und Kite-Surfer ist hier übrigens sehr viel
geboten.
Am letzten Tag haben wir uns noch ein Abendessen in einer noblen
italienischen Pizzeria (mit deutschem Chef, wie wir dann beim
Rausgehen bemerkt haben) gegönnt und - man lese und staune -
Erdinger Weißbier getrunken!

Sorry, mehr Fotos vom Strand gibt's momentan noch nicht, da wir
noch nicht zum Aussortieren und Ordnen gekommen sind. Dafür
ist Andy jetzt endlich mit dem Harry Potter durch! Der Heidi fehlen
noch ein paar Kapitel...
Apropos: der "Horrocrux" in der Höhle heißt auf
spanisch "guardapelo", aber wir (und unsere peruanischen Freunde)
haben keine Ahnung, was das sein soll. Wer kann uns bitte sagen,
wie das Ding in der deutschen (oder englischen) Übersetzung
heißt?
Am Dienstag sind wir dann wieder nach Piura zurückgefahren und
haben am Nachmittag noch Marcos Radio "La Capullana" in Sullana
(Nachbarort von Piura) einen Besuch abgestattet. Sehr interessant,
was er da treibt! Im Grunde versucht er, alle positiven
Eigenschaften des Radio Marañón zu kopieren. Momentan
beschränkt sich das noch auf eine absolut unabhängige und
recht kritische Nachrichtensendung von 7 bis 8 Uhr, aber geplant
sind drei eigenständige Programme: zwei FM-Sender mit Themen
für die Jugend bzw. ältere Bevölkerung der Stadt und
ein AM-Sender (größere Reichweite) mit Themen speziell
für die Landbevölkerung.
Die zwei Probleme sind momentan die neue Gesetzgebung für
Radiosender, die es ihm unheimlich erschwert, eine FM-Frequenz
zugeteilt zu bekommen. Und die Finanzierung der Sendeanlage.
Für die zweite FM-Frequenz muss er nur ein relativ billiges
Modul dazukaufen, aber der AM-Sender ist total veraltet und
verbraucht viel zu viel Strom, so dass er ihn kaum noch
einschaltet. Ein neuer ist mit der momentanen finanziellen Lage
nicht drin und wäre auch wenig sinnvoll, da in ein paar Jahren
die analoge Radioübertragung durch die digitale abgelöst
werden soll und dann schon wieder eine neue Sendeanlage angeschafft
werden müsste. Tja, alles nicht so einfach, wenn man sich
selbständig macht...
Am nächsten Tag (gestern) sind wir dann so gemütlich wie
möglich nach Chiclayo weitergefahren. Wieder 3 Stunden
Busfahrt - langsam gewöhnen sich die Kinder an das
Vagabundenleben.
Hier sind wir schnurstracks in unser Stammhotel "Hostal Sican"
gefahren. Die haben uns auch sofort wiedererkannt und sehr gefreut,
dass wir inzwischen zu viert sind. Und das nicht nur, weil sie uns
nun ein größeres Zimmer vermieten können.
*grins*
Heute haben wir am Vormittag das regionale Adoptionsbüro
besucht, über das wir vor 3,5 Jahren unseren lieben Francisco
adoptiert haben. Die Damen haben sich auch sehr gefreut, uns - und
vor allem Francisco - wiederzusehen. Morgen werden wir in das
Kinderheim "Santa María Josefa del Corazón de Jesús
Sancho de Guerra" in Ferreñafe fahren, wo wir uns heute schon
mal angemeldet haben.
Am Nachmittag haben wir uns von unserer Freundin Zoila interviewen
lassen. Sie ist nämlich Journalistin und schreibt gerade einen
Zeitungsartikel über Adoption. Dazu will sie uns als Beispiel.
Die Kinder haben in der Zwischenzeit sehr nett mit ihrer Tochter
Esmeralda gespielt. Nur leider wurde es dann sehr spät, so
dass uns unser lieber Marco beim Essen und Schlafengehen einen
ziemlichen Terror gemacht hat. An seinem Sturkopf haben wir noch
eine ziemliche Nuss zu knacken...
Am Samstag beginnt unsere letzte Etappe: Jaén Und in 2 Wochen
geht's dann eh schon wieder heim - Wahnsinn.