+2006-11-23 Do 23:47

in Chiclayo

Gestern sind wir wieder in Chiclayo angekommen. Der Strandurlaub in Máncora war sehr erholsam. Das Hotel können wir zwar nicht unbedingt weiterempfehlen (es wäre wunderschön, wenn das Personal etwas motivierter wäre), aber der Strand ist super und die kleine Stadt ist auch sehr nett. Für Wellenreiter und Kite-Surfer ist hier übrigens sehr viel geboten.

Am letzten Tag haben wir uns noch ein Abendessen in einer noblen italienischen Pizzeria (mit deutschem Chef, wie wir dann beim Rausgehen bemerkt haben) gegönnt und - man lese und staune - Erdinger Weißbier getrunken!




Sorry, mehr Fotos vom Strand gibt's momentan noch nicht, da wir noch nicht zum Aussortieren und Ordnen gekommen sind. Dafür ist Andy jetzt endlich mit dem Harry Potter durch! Der Heidi fehlen noch ein paar Kapitel...

Apropos: der "Horrocrux" in der Höhle heißt auf spanisch "guardapelo", aber wir (und unsere peruanischen Freunde) haben keine Ahnung, was das sein soll. Wer kann uns bitte sagen, wie das Ding in der deutschen (oder englischen) Übersetzung heißt?

Am Dienstag sind wir dann wieder nach Piura zurückgefahren und haben am Nachmittag noch Marcos Radio "La Capullana" in Sullana (Nachbarort von Piura) einen Besuch abgestattet. Sehr interessant, was er da treibt! Im Grunde versucht er, alle positiven Eigenschaften des Radio Marañón zu kopieren. Momentan beschränkt sich das noch auf eine absolut unabhängige und recht kritische Nachrichtensendung von 7 bis 8 Uhr, aber geplant sind drei eigenständige Programme: zwei FM-Sender mit Themen für die Jugend bzw. ältere Bevölkerung der Stadt und ein AM-Sender (größere Reichweite) mit Themen speziell für die Landbevölkerung.



Die zwei Probleme sind momentan die neue Gesetzgebung für Radiosender, die es ihm unheimlich erschwert, eine FM-Frequenz zugeteilt zu bekommen. Und die Finanzierung der Sendeanlage. Für die zweite FM-Frequenz muss er nur ein relativ billiges Modul dazukaufen, aber der AM-Sender ist total veraltet und verbraucht viel zu viel Strom, so dass er ihn kaum noch einschaltet. Ein neuer ist mit der momentanen finanziellen Lage nicht drin und wäre auch wenig sinnvoll, da in ein paar Jahren die analoge Radioübertragung durch die digitale abgelöst werden soll und dann schon wieder eine neue Sendeanlage angeschafft werden müsste. Tja, alles nicht so einfach, wenn man sich selbständig macht...

Am nächsten Tag (gestern) sind wir dann so gemütlich wie möglich nach Chiclayo weitergefahren. Wieder 3 Stunden Busfahrt - langsam gewöhnen sich die Kinder an das Vagabundenleben. :-)



Hier sind wir schnurstracks in unser Stammhotel "Hostal Sican" gefahren. Die haben uns auch sofort wiedererkannt und sehr gefreut, dass wir inzwischen zu viert sind. Und das nicht nur, weil sie uns nun ein größeres Zimmer vermieten können. *grins*

Heute haben wir am Vormittag das regionale Adoptionsbüro besucht, über das wir vor 3,5 Jahren unseren lieben Francisco adoptiert haben. Die Damen haben sich auch sehr gefreut, uns - und vor allem Francisco - wiederzusehen. Morgen werden wir in das Kinderheim "Santa María Josefa del Corazón de Jesús Sancho de Guerra" in Ferreñafe fahren, wo wir uns heute schon mal angemeldet haben.

Am Nachmittag haben wir uns von unserer Freundin Zoila interviewen lassen. Sie ist nämlich Journalistin und schreibt gerade einen Zeitungsartikel über Adoption. Dazu will sie uns als Beispiel. Die Kinder haben in der Zwischenzeit sehr nett mit ihrer Tochter Esmeralda gespielt. Nur leider wurde es dann sehr spät, so dass uns unser lieber Marco beim Essen und Schlafengehen einen ziemlichen Terror gemacht hat. An seinem Sturkopf haben wir noch eine ziemliche Nuss zu knacken...

Am Samstag beginnt unsere letzte Etappe: Jaén Und in 2 Wochen geht's dann eh schon wieder heim - Wahnsinn.

Posted by Andy Spiegl | Permanent Link | Categories: Adoption

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